„Häh?“ bedeutet ja mitunter eine ganze Geschichte. In diesem Fall etwa Folgende:
Vor Beginn der Rodungen durch #Rheinbraun / #RWE Anfang der 70er Jahre hatte der Wald eine Fläche von über 4.000 Hektar. Aktuell verbleiben noch 200 bis 500ha, je nach Zählweise. D.h. es wurden rund 90% der ursprünglichen Fläche zerstört. Nun stellen sich RWE und die mit dem Konzern eng verstrickte Politik #NRWE mit geschwellter Brust vor die Presse und schwurbeln von der Rettung des Waldes, nachdem sie 50 Jahre lang permanent gemeinsam die Zerstörung des Waldes vorangetrieben haben. Mehr noch, die Baumschützer/-innen, die sich teils unter Einsatz ihres Lebens gegen die Zerstörung gewehrt haben, sollen nun den #HambacherWald verlassen, weil sie seine Entwicklung stören.
Welch ein Hohn, welch ein Zynismus!
Vor 4 ½ Jahren hat die #MahnwacheEssen begonnen, jede Woche vor der Konzernzentrale von RWE in Essen zu protestieren. Wir lassen RWE und die Landesregierung nicht widerspruchslos mit ihren Lügen, Halbwahrheiten und Phantasien davonkommen. Denn nichts ist gerettet: Wir schreiben dies in einer Woche Mitte Juni, in der es tagsüber 34°C heiß ist. #Klimawandel. Dem Wald wird weiter permanent das Wasser entzogen, die Kohle bis mindestens 2030 weiter verbrannt. Aber das scheint ja OK zu sein, nachdem 10% des Waldes – vielleicht – gerettet werden. Es wird allen wissenschaftlichen Warnungen und Protesten zum Trotz so getan, als ob wir alles im Griff hätten. Statt ernsthaft zu handeln, phantasieren RWE und die Landesregierung von Yachthäfen in der Kohlegrube, die einst kühler Wald war und als Allmende genutzt wurde.
In diesem Sinne: Häh?
